Containerumschlag in Hamburg weiter auf Wachstumskurs: Plus 15,3 Prozent in den ersten neun Monaten



Der Hamburger Hafen hat in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit einem Umschlagsergebnis von 99 Millionen Tonnen ein Plus von rund 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum erreicht. Marktanteile, die während der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise an die beiden großen Westhäfen Antwerpen und Rotterdam verloren worden waren, konnten wieder zurückgewonnen werden. Hierzu hat insbesondere das zweistellige Wachstum im Containerumschlag beigetragen, der um 15,3 Prozent auf insgesamt 6,8 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) anstieg. Damit wächst Hamburg beim Containerumschlag deutlich schneller als Antwerpen (plus 3,1 Prozent) und Rotterdam (plus 7,7 Prozent). Die Hansestadt hat in Europa die zweite Position hinter Rotterdam zurückerobert und Antwerpen wieder knapp hinter sich gelassen.

 

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Optimistische ISL Prognose: Rund 25 Mio. TEU im Jahr 2025



Die Zeichen beim Containerumschlag im Hamburger Hafen stehen eindeutig wieder auf Wachstum. Dies bestätigt auch das Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in seinem jüngsten langfristigen Gutachten. In einem Basisszenario wird für den Hafen Hamburg im Jahr 2025 ein Containerumschlagspotenzial von 25 Millionen TEU prognostiziert, was in etwa einer Verdreifachung des 2010 erreichten Volumens entspricht.

Die zusätzlichen Umschlagpotenziale ergeben sich laut der Studie vor allem aus einer besonders dynamischen Entwicklung der Fahrgebiete Nordost- und Südostasien. Auch für das Fahrgebiet Osteuropa wird ein steigendes Volumen erwartet. Die Einschätzung der Bremer Experten unterstreicht die Notwendigkeit weitsichtiger Investitionen im Bereich der Infrastruktur.

Das gesamte Gutachten als PDF-Download finden Sie hier.


Erörterung beendet



Die Erörterung zur Westerweiterung hat am 20. und 21. Juni 2011 in Hamburg stattgefunden und wurde am 21. Juni beendet. Während dieser nichtöffentlichen mündlichen Verhandlung im Sinne des Verwaltungsverfahrensgesetzes wurden die im Verfahren abgegebenen Einwendungen und Stellungnahmen ausführlich erörtert. Die Planfeststellungsbehörde wird nun die gestellten Anträge sowie die erörterten Einzelaspekte detailliert prüfen.

Broschüre „Perspektiven für Hamburg“



Broschüre Westerweiterung
Die aktuelle Broschüre zur Westerweiterung EUROGATE mit allen Informationen zur Baumaßnahme können Sie durch einen Klick auf die Abbildung herunterladen.

Schutz der Anwohner



Elbstrand

Generell ist ein umfassender Schutz der Anwohner-Interessen durch bestehende Gesetze und Vorschriften sowie die Beteiligungsmöglichkeit am Planfeststellungsverfahren garantiert. Alles, was im Rahmen des Planfeststellungsbeschlusses verbindlich definiert ist, wird selbstverständlich beim späteren Bau und Betrieb berücksichtigt.

 

Die Hamburg Port Authority wird die Lärmbelastung für Anwohner durch den Ausbau des EUROGATE-Terminals so gering wie möglich halten. So wurden umfangreiche Anstrengungen unternommen, um die Lärmemissionen zu minimieren. Dazu zählt, dass die geräuschintensiven Baumaßnahmen nur werktags, und zwar in der Zeit von 6.00 Uhr bis 20.00 Uhr, ausgeführt werden. 

 

Trotz höherer Kosten wurden Bauverfahren für die Kaitrasse ohne den planmäßigen Einsatz von sonst üblichen geräuschintensiven Schlagrammen erarbeitet. Grundlage dafür bilden die Voruntersuchungen und die detaillierten Berechnungen unter akustischen sowie technischen Gesichtspunkten. Durch die geplanten Bauverfahren können die baubedingten Schallimmissionen auf ein sehr geringes Niveau reduziert werden. Nicht zuletzt werden alle beim Bau tätigen Mitarbeiter umfassend geschult und für das Thema Lärmschutz sensibilisiert.

 

Störungen durch Licht – etwa durch Blendungen – werden im Zusammenhang mit der Baumaßnahme nicht auftreten. 

 

Auch beim späteren Terminal-Betrieb hat Lärmschutz hohe Priorität. So investiert EUROGATE heute schon an den Terminalanlagen in viele Maßnahmen wie beispielsweise die „Soft Touchdown Technik“, damit Belastungen minimiert werden. Um die Anzahl und Strecke der Van-Carrier-Fahrten und damit zusammenhängende Geräusche zu reduzieren, arbeitet EUROGATE ständig an der Optimierung der Umschlagbewegungen. Generell ist EUROGATE bestrebt, technisch mögliche und sinnvolle Maßnahmen zur Schallreduzierung an bestehenden Umschlaggeräten durchzuführen. Und bei der Anschaffung neuer Geräte wird ohnehin konsequent die Geräuschminimierung als Entscheidungskriterium zugrunde gelegt.